Freitag, 25. Dezember 2015

SysrescueCD auf USB Stick übertragen

Als täglicher Begleiter hat sich die SysrescueCD bei mir herausgestellt. Als CD oder USB Stick hat sie mir schon oft gute Dienste geleistet und vor allem das Programm "partclone" ist mein Favorit um Laufwerke zu sichern und wiederherzustellen.

Die Projekthomepage zum Download findet ihr hier: http://www.sysresccd.org/SystemRescueCd_Homepage

Als ich vor einigen Tagen das aktuelle Ubuntu auf dem USB Stick zum Experimentieren übertragen habe, wollte ich später die Rettungs-CD wieder daraufspielen.
Ich habe mir die ISO herunter geladen und dann mittels "dd" übertragen.

Aber der USB Stick bootete nicht.

Die Lösung des Problems ist so simple
wie logisch. Auf der CD ist ein kleines
Programm, "usb_inst.sh" heißt es.
Es überträgt die CD auf den USB Stick
und macht ihn bootfähig.

Wie auf dem Bild zu sehen, wählt man
den USB Stick aus und das Programm
überträgt alle Daten automatisch.

Samstag, 19. Dezember 2015

Uptime erreicht 500 Tage

Der Firmenserver hat es geschafft und eine Uptime von 500 Tagen erreicht.
Ich bin von der Zuverlässigkeit des Ubuntu 14.04 echt begeistert und muss sagen..... seit 500 Tagen dient er als Mail, File, Datenbank, Kalender und Intranet Server und hat noch keine Probleme gemacht.


Donnerstag, 17. Dezember 2015

Umwandeln einer Kodak Photo CD

Bei mir im Archiv befinden sich noch zwei Kodak Photo CDs und es wurde Zeit, die Bilder mal in ein aktuelles Format (sprich JPG) zu konvertieren.

Hierfür bedienen wir uns des Programmes "Imagemagick", alles was wir brauchen, wird mit diesem apt Aufruf installiert:

apt-get install imagemagick graphicsmagick

Da man ja meistens mehrere Dateien in einem Verzeichnis hat, nutzen wir ein kleines Script, das die Dateien alle in einem Rutsch in das JPG Format überführt.

#!/bin/sh
for image in *.PCD; do
    convert -colorspace RGB -quality 100 "$image[5]" "${image%%.pcd}.jpg"
done


Hier ist zu beachten, dass die Ausgangsdateien die Endung .PCD in Großbuchstaben haben. Da Linux hier einen Unterschied macht, muss das Script ggf. angepasst werden.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Fetchmail zum eMail-Abruf

Zum eMail Abrufen auf meinem Mailserver nutze ich Fetchmail. Das Programm ist im Rahmen der Mailserver-Installation mit auf die Festplatte gekommen. Ansonsten kann man es mit

apt-get install fetchmail

schnell nachholen.
Die Einstellungen sind relativ einfach.

Die erste Anlaufstelle um die Zugangsdaten zum bestehenden Mailserver einzugeben ist die Datei:

/etc/fetchmailrc

Sie hat folgenden Aufbau:

server pop3.email.server
proto pop3

user benutzername
pass "kennwort"
to lokalerbenutzer
options ssl sslfingerprint "AA:33:11:44:22:44:F5:0F:CB:83:CC:4B:1D:3F:C9:90"



In der ersten Zeile wird festgelegt, wie der Server heisst bei dem die eMails abgerufen werden. Die zweite Zeile gibt das Abrufprotokoll vor, in diesem Fall POP3.
Hinter "user" und "pass" stehen die Zugangsdaten vom Mailserver. Sollen mehrere eMails abgerufen werden, wiederholt man die letzten 4 Zeilen so oft wie benötigt.
Hinter "to" steht der lokale Benutzer, dem die eMail zugestellt wird.
Die letzte Zeile setzt die Verschlüsselung auf SSL und übergibt den korrekten Fingerprint an den Server.


Um sich den korrekten Fingerprint anzeigen zu lassen, kann man folgenden
Befehl nutzen:


fetchmail --verbose pop3.email.server

Wenn in der Log Datei eine Fehlermeldungs wie diese steht:

Jan 19 18:43:41 server fetchmail[25245]: SSL connection failed.
Jan 19 18:43:41 server fetchmail[25245]: socket error while fetching from info@emailadresse@pop3.mail.server
Jan 19 18:43:41 server fetchmail[25245]: Query status=2 (SOCKET)
Jan 19 18:43:41 server fetchmail[25245]: pop3.mail.server fingerprints

 do not match!

muss man den obigen Befehl auch nutzen um den neuen Fingerprint heraus zu finden.

Weitere interessante Einstellungen findet man in der Datei
/etc/init.d/fetchmail

Hier kann man z.B. festlegen dass Fetchmail als Daemon startet.
Dazu ändert man folgenden Wert auf "yes":

START_DAEMON="no"

Außerdem kann man das Abrufintervall beeinflussen.
Dieser Wert gibt in Sekunden an, wie oft fetchmail nach neuen eMails schaut:

OPTIONS="$OPTIONS -d 120"

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Was ich nach der Installation noch einspiele...

Hier möchte ich mal eine handvoll Programme zeigen, die ich nach einer Ubuntu Installation als erstes aufspiele. Obwohl die Grundinstallation schon alles dabei hat, was man zum "Leben" benötigt, gibt es ein paar Tools auf die ich ungern verzichten möchte.

Daher ist mein erster Schritt nach der Installation:

sudo apt-get install mc joe gimp htop screen bluefish build-essential wine vlc

Ich möchte kurz die Programme beschreiben.....

Mit dem Programm "mc" habe ich einen Dateimanager auf der Shell um schnell Dateien zu kopieren, aber auch um auf SSH oder FTP Freigaben zugreifen zu können.
Die Bedienung erfolgt im "Norton Commander" Stil und ist vor allem älteren PC Nutzern sicher noch sehr vertraut.
Dazu kann es noch prima mit gepackten Dateien umgehen.


Joe ist einer der ersten Texteditoren mit denen ich unter Linux in Kontakt kam. Seine Bedienung ist an Wordstar und Turbo Pascal angelehnt, und man kann mit ihm sehr schnell in Text arbeiten.
Für mich ist joe auf jedem System zur Bearbeitung von Einstellungsdateien unverzichtbar.
Auch wenn nano auf Ubuntu immer da ist, ein joe darf nicht fehlen.




Gimp als Bildbearbeitung ist unter älteren Ubuntu Versionen noch dabei, seit 10.04 leider nicht mehr. Daher... der erste Schritt ist es zu installieren.
"htop" als Monitoring Programm ist eine prima Ergänzung zu dem normalen "top" und liefert noch mehr Informationen. Auch auf dieses Programm greife ich sehr gerne und oft zurück. Der Terminalmultiplexer Screen wird von mir etwas missbraucht um ssh-Verbindungen aktiv zu halten. Das heißt ich starte Programme in Screen und kann das Terminal schließen, die Programme laufen weiter.
Bluefish ist ein sehr guter HTML Editor mit Syntax-Highlighting. Auch er gehört zur normalen Installation für mich einfach dazu.
Build-essentials ist sehr nützlich, weil es den C++ Compiler mit allen nötigen Abhängigkeiten einspielt. Es kann niemals schaden, einen C Compiler bereit zu haben.
Wine ist sehr nützlich für Windows Programme, auf die man doch immer wieder mal stößt. Selbst Spiele wie "Age of Empires" sind damit lauffähig. Und zum Schluss kommt vlc, der "Video Lan Client" als universelles Abspielprogramm mit auf das System.