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Donnerstag, 7. Juli 2016

Warum Ubuntu

Heute möchte ich mal für Windows Umsteiger die Vorteile von Ubuntu aufzeigen...  Sicher gibt es noch den ein oder anderen Interessierten, der gerne mal wissen möchte, was ihn erwartet.

Das Grundsystem
Das Grundsystem von Ubuntu ist wesentlich flexibler als das von Windows.
Man hat die Wahl zwischen 32 und 64 Bit, kann einen individuellen Betriebssystemkern installieren und das Dateisystem frei wählen.
Das hört sich jetzt erstmal kompliziert an. Aber die Arbeit wird von der Distribution während der Installation gemacht.
Man hat aber jederzeit die Möglichkeit hier einzugreifen oder das System nach eigenen Wünschen anzupassen. Im Gegensatz zu Windows, versteckt Ubuntu nichts vor einem.
 Alle (Einstellungs-) Daten liegen als Textdatei für jeden einsehbar vor.

Die Oberfläche
Im Gegensatz zu Windows kann man bei Ubuntu die Oberfläche aussuchen.
Der Standarddesktop ist Unity und auf einfache Bedienung ausgelegt.
Aber man kann ohne Probleme andere, wie KDE oder XFC, installieren und bei der Anmeldung sich aussuchen, womit man arbeiten möchte.
 Jeder Desktop hat Vor- und Nachteile und für jeden ist etwas passendes dabei.

Software
Im Gegensatz zu Windows wird bei Ubuntu die Software über eine zentrale Paketverwaltung ähnlich dem Playstore von Google installiert.
Hier befinden sich tausende von Programmen für jeden erdenklichen Zweck. Wenn es aber doch mal die Windows Software sein muss, gibt es eine Windows Emulation namens Wine.
Hier laufen viele Programme und Spiele auch unter Ubuntu.

Der Preis
Im Gegensatz zu Windows kostet Ubuntu nichts. Weder das System, noch die Programme müssen bezahlt werden.
Jeder kann die Software installieren, weitergeben und kopieren ohne Beschränkungen. Unter http://www.ubuntu.com/desktop kann man ein CD-Image herunterladen.

Treiber und Hardwaresupport
Um es vorweg zu nehmen: Seit Ubuntu 14.04 gibt es normalerweise mit UEFI keine Probleme mehr.
Ansonsten kann man auch eine LiveCD oder USB Stick mit ins Geschäft nehmen und es ausprobieren. Alle Treiber sind in der Regel bereits auf der CD enthalten und man braucht nichts nach zu installieren.
Aktuelle und ältere Hardware läuft meist "Out of the Box" und falls nicht, gibt es sehr hilfreiche Seiten im Internet, wie z.b. www.ubuntuusers.de.

Freitag, 1. Juli 2016

Schnelles suchen in der Shell

Manchmal muss man nur schnell eine Datei finden, oder Textdateien nach Inhalt durchsuchen. Gerade im Bereich Programmieren benötigt man oft die Suche in Dateien nach Textabschnitten.

Unter Ubuntu (und Linux) gibt es hier die beiden Programme "find" und "grep". Während "find" sich auf die  Suche nach Dateinamen macht und alle Unterverzeichnisse mit durchsucht, ist "grep" für den Inhalt von Dateien zuständig. Mittels "grep" kann man alle Textdateien einer Verzeichnisstruktur nach dem Vorkommen eines Wortes durchsuchen lassen.

Beispiel um einen Dateinamen zu suchen:

find -name suchmich.txt

Durchsucht alles ab dem aktuellen Ordner nach der Datei "suchmich.txt". Die Fundstellen werden mit Pfad aufgelistet.

Wenn wir ein Textfragment in Dateien suchen wollen. benutzen wir grep. Diesem übergeben wir den Suchbegriff.

grep -R "suchtest"

Mit diesem Befehl werden alle Dateien im Unterverzeichnis nach dem Vorkommen des Suchbegriffes durchsucht. Wenn man das Parameter "-n" noch benutzt bekommt man die Zeilennummer noch mit ausgegeben, sodass man sich in der Datei schneller zurechtfindet.

Diese zwei unscheinbaren Befehle sind bei Ubuntu von Hause aus installiert und können durchaus nützlich sein.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Paketverwaltung im Wechsel der Ubuntu Zeit

Im laufe der Zeit, hat es einige Programme zur Paketverwaltung unter Ubuntu gegeben. Das Grundformat ist das ".deb" Format von Debian.
Zur Installation kann man grundsätzlich apt-get nutzen, das ging immer und geht auch aktuell noch. Für Server ist auch durchaus ein Blick auf aptitude interessant, welches lange Zeit die bevorzuge Methode bei Debian war.

Bis Ubuntu 11.04 Synaptic
Synaptic ist ein grafisches Frontend zu Apt-get und ist in der Bedienung überwiegend für technisch orientiere Nutzer. Bis zur Ubuntu Version 11.04 wurde es automatisch mitinstalliert und bot eine solide Möglichkeit zur Paketverwaltung.
Ein Vorteil ist, dass man die Zusammenstellung als Datei abspeichern und auf einen anderen Rechner oder Zeitpunkt wieder einlesen konnte.

Ubuntu 10.04 - 16.04 Softwarecenter
Das Softwarecenter ist in Ubuntu 10.04 dazu gekommen und sollte so leicht wie ein Appstore zu bedienen sein. Es war eine Eigenentwicklung von Canonical und setzte im Hintergrund auf Apt-get auf. Es war leicht in der Bedienung und tat was es sollte, Installieren und Entfernen von Programmen. Nachteil ist das man die Zusammenstellung nicht abspeichern konnte. Die Entwicklung ist eingestellt und Ubuntu 16.04 beinhaltet es nicht mehr.

Ab Ubuntu 16.04 Ubuntu Software und Snap
Hier gibt es zwei Programme, einmal "Ubuntu Software" welches aus dem Gnome Umfeld kommt und das Software Center ersetzt. Ausserdem das grade frisch eingeführte Snap System, welches auf ein eigenes Paketformat setzt.

 software

Freitag, 17. Juni 2016

Eindrücke von Ubuntu 16.04

Nachdem ich nun einige Tage mit Ubuntu 16.04, sowohl beruflich als auch privat arbeite, haben sich einige Eindrücke ergeben, die ich hier kurz beschreiben möchte.
Die Installation verläuft sehr unspektakulär. Ich habe es, sowohl mit 64Bit auf UEFI als auch 32 Bit, auf normalem System installiert und jedesmal klappte es ohne Probleme. Im Vergleich zu 14.04 hat sich die Installation kaum verändert, was aber kein Nachteil ist, da sie genau das tut was sie soll. Einzig das Aktivieren des WLAN bedeutete etwas Fummelei und ich musste einige Male das Kennwort eingeben und das WLAN an- und abschalten bis es klappte. Dieses Verhalten war nach dem ersten Neustart auch zu beobachten.
Nachdem das System gestartet ist, gibt es einige Neuerungen zu bewundern. Empathy ist nicht mehr installiert und muss per Hand nachgezogen werden. Dass Gimp fehlt, ist ja seit 10.04 schon normal und Libreoffice liegt in Version 5 vor, welches optisch sehr ansprechend ist.
Das Ubuntu habe ich auf einem Toshiba C-50-D Notebook installiert. Und sowohl die Helligkeitssteuerung, als auch der Hibernate-Modus klappten out of the box. Workarounds auf der Shell sowie Kernelparameter, wie ich sie bei 14.04 brauchte, sind überflüssig. Und .... ein absolutes Highlight:

Der Notebook-HDD BUG ist endlich beseitigt.

Das heißt, dass nun die Platte nicht mehr immer in den Parkmodus geht um sofort wieder aufgeweckt zu werden. Ich war sehr erfreut.

Ein Blick auf das Snap System lässt Großes erahnen. Mir ist bewusst, dass es noch in einer frühen Phase ist und mehr eine Preview, statt ein fertiges Paketsystem. Aber es sieht sehr interessant aus und das war mit einer der Gründe, warum ich das 16.04 so schnell installiert habe.  Ich hoffe es folgt nicht dem Upstart System.

Der Druckertreiber hat mich auch überrascht. Ich habe den Officejet 2620 per USB angeschlossen und er funktionierte sofort. Ein Druckertreiber brauchte nicht mehr installiert werden.

Dazu kommen noch manche kleine Verbesserungen, der Bildbetrachter ist etwas moderner in der Bedienung, gedit ebenfalls. Die Dialoge sind minimal verändert und die Dash Suche (Amazon und Co.) ist deaktiviert.

Das große AHA Erlebnis blieb aus, alles funktioniert wie erwartet. Und doch merkt man kleine Details, die einem angenehm auffallen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Ubuntu 16.04 und Snap

Mit Ubuntu 16.04 hält eine neue Technik auf dem Desktop Einzug: Programme im Snap Format. Daher werden damit Anwendungen nicht wie unter Debian oder frühere Ubuntu-Versionen mit apt-get (oder Softwarecenter) eingerichtet, sondern mittels snap.

Der Vorteil ist, dass die Programme alle Abhängigkeiten selbst mitbringen und streng getrennt in Verzeichnissen unterhalb von /snap/ installiert werden. Daher wird das Grundsystem gar nicht mehr angefasst.

Man kann so bedenkenlos (und noch leichter als bei .deb) Programme installieren, probieren und rückstandsfrei entfernen. Dazu kann man von einem Programm verschiedene Versionen installiert haben.

Ich denke, dass dieses ein wirklich guter Ansatz ist, den Ubuntu damit verfolgt und mittelfristig sicherlich Erfolg haben wird. Ich würde jetzt bereits dem Snap Format dem Vorzug vor dem alten .deb geben.

Die wichtigsten Snap Befehle in der Übersicht:

snap find  -> Zeigt die verfügbaren Anwendungen an
snap install name  -> Installiert die Anwendung "name"
snap remove name -> Entfernt die Anwendung "name"
snap list  ->Zeigt die Installierten Anwendungen an

Freitag, 3. Juni 2016

Jabber/XMPP Konsolenclient

Heute möchte ich ein kleines Programm vorstellen, das durchaus nützlich ist: Ein Jabber Client für die Konsole, der ohne grafische Oberfläche auch per SSH funktioniert und so auf einem Server laufen kann:

mcabber

Das Programm ist schnell per apt-get auf der Shell installiert:

apt-get install mcabber

Nun müssen noch drei Verzeichnisse angelegt und mit den richtigen Rechten versehen werden:

mkdir ~/.mcabber ~/.mcabber/logs ~/.mcabber/otr
chmod 0700 -R ~/.mcabber

Nachdem das Programm installiert ist, muss man noch die Datei ~./mcabber/mcabberrc anlegen und mit folgendem Inhalt füllen:

#Basisdaten
set server = gnude.no-ip.biz
set username = gnude
set password = geheimeskennwort
set lang = de
set ssl = 0
set priority = 1
set ssl_verify = 0
set ssl_ignore_checks = 1
set jid = gnude

Die Variablen sollten soweit selbsterklärend sein. Anschließend kann man das Programm mittels mcabber starten. Auf der linken Seite werden die Benutzer aus der Kontaktliste angezeigt und mit Bild hoch/runter kann man zwischen den Benutzern umschalten. Mittels "screen" kann man den Client super im Hintergrund laufen lassen.

Freitag, 27. Mai 2016

GIT Kurzreferenz

Kurze GIT Einführung
Manchmal ist es nötig, den Quellcode mittels GIT zu teilen oder zu verwalten.
Folgende Befehle sind hier die Grundlagen:

git init -> Anlegen von GIT, wird im Arbeitsverzeichnis ausgeführt
git add filename -> Fügt die Datei zum Stage hinzu.
git commit -m “Beschreibung” -> Überträgt die Änderungen vom Stage in den Head
git config –global user.email name@domain.de -> Hinterlegt die eMail Adresse
git config –global user.name Andre -> Hinterlegt den Namen
git remote add origin https://github.com/AndreNitschke/test.git -> Fügt ein Repository hinzu
git push -u origin master -> Überträgt die Änderungen in das Repository
-> Holt die Änderungen aus dem Respository

Bei GIT gibt es 4 Speicherorte:
1. Das lokale Arbeitsverzeichnis
2. Der Index bzw. der Stage
3. Der HEAD
4. Entferntes Repository

Freitag, 20. Mai 2016

Netzwerktraffic

(Dieser Artikel ist eine Kopie vom neuen Blog unter http://gnude.feste-ip.net/blog/?p=178)

Es ist immer wieder interessant unter Linux/Ubuntu mal einen Blick auf den Netzwerkverkehr zu werfen. Hier bieten sich die Programme iftop und iptraf an. Die zeigen, welche Verbindungen gerade zum Rechner bestehen und wie viele Daten darüber laufen. Während iftop eher einfach ist, gehen die Informationen bei iptraf mehr in die Tiefe.

Die Programme sind mit

apt-get install iftop iptraf

unter Ubuntu (und auch Debian) schnell aus den Paketquellen installiert und bieten eine einfache Möglichkeit, die Verbindungen auf dem Rechner oder Server im Blick zu halten.


Freitag, 13. Mai 2016

Wordpress Update

(dieser Artikel ist eine Kopie vom neuen Blog unter http://gnude.feste-ip.net/blog/?p=171)

Im vorletzten Blogbeitrag habe ich die Installation von WordPress auf Ubuntu 14.04 aus den Paketquellen beschrieben. Hier wird allerdings eine ziemlich veraltete Version aufgespielt. Zum Experimentieren ganz ok, aber für den produktiven Einsatz sollte es eine aktuelle Version sein. Hier nochmal ein Dankeschön an die Benutzer von ubuntuusers.de, sowie meiner Korrekturleserin Caro, die mir ein wenig ins Gewissen geredet haben.

Um die aktuelle Version zu installieren, habe ich zunächst die Daten der alten Version gesichert. Mit PhpMyAdmin habe ich ein Backup der MySQL Datenbank angelegt und mit dem Midnight Commander das Verzeichnis

/usr/share/wordpress

kopiert.

Im nächsten Schritt habe ich mir die aktuelle Version von WordPress als tar.gz Archiv von der Projektseite heruntergeladen und entpackt. Nun habe ich alle Dateien im Verzeichnis

/usr/share/wordpress

durch die aktuellen Dateien ersetzt. Das Verzeichnis

/var/lib/wp-content

habe ich nicht verändert. Beim nächsten Anmelden im Admin-Backend kam ein Hinweis, dass die Datenbank aktualisiert werden muss. Dem habe ich zugestimmt.

Die aktuelle Version von WordPress lief anschließend einwandfrei.

Donnerstag, 28. April 2016

Der Blog zieht um

Nun wird es langsam ernst. Nachdem ich den neuen Server im Keller eingerichtet habe, bin ich auch soweit, den Blog umziehen zu lassen.
Ich habe mich für das System Wordpress entschieden, weil es einfach als Ubuntu Paket zur Hand war. In den nächsten Tagen werde ich das Design noch weiter anpassen. Noch hat es den Charm einer Baustelle.
Die Labels müssen noch im Ubuntu Planet eingebunden werden, und auch in osbn.de.

Die neue Blogadresse lautet:

gnude.feste-ip.net/blog

Eine Umleitung von meiner Domain, werde ich bei Zeiten auch noch erstellen.

Die Installation von Wordpress möchte ich hier auch kurz beschreiben:

Zunächst habe ich Apache, Mysql, sowie PHP eingerichtet:

apt-get install apache2 libapache2-mod-php5 php5 php5-mysql mysql-server phpmyadmin

Damit hatte ich einen vollwertigen Webserver mit PHP Unterstützung und MySQL als Datenbank. Mit phpmyadmin habe ich mir die Administration erleichtert. Es ist aber nicht zwingend notwendig.

Als nächstes werden die Pakete für Wordpress eingespielt. Das geht mit Ubuntu 14.04 sehr einfach:

apt-get install wordpress

Damit Apache2 auch mit Wordpress umgehen kann, muss man die Seite in der Konfiguration noch bekannt machen. Dafür erstellt man folgende Datei:

/etc/apache2/sites-avaialable

mit folgendem Inhalt:

Alias /blog /usr/share/wordpress
        <Directory /usr/share/wordpress>
            Options FollowSymLinks
            AllowOverride Limit Options FileInfo
            DirectoryIndex index.php
            Order allow,deny
            Allow from all
        </Directory>
        <Directory /usr/share/wordpress/wp-content>
            Options FollowSymLinks
            Order allow,deny
            Allow from all
        </Directory>


Und führt die folgenden beiden Befehle aus, damit man die Seite aktiviert und den Apache neustartet:

sudo a2ensite
systemctl restart apache2.service

Nun erstellt man die Datei

/etc/wordpress/config-localhost (ggf. Dateinamen zur Domain anpassen)

mit folgendem Inhalt:

<?php
define('DB_NAME', 'wordpress');
define('DB_USER', 'wordpress');
define('DB_PASSWORD', 'kennwort');
define('DB_HOST', 'localhost');
define('WP_CONTENT_DIR', '/usr/share/wordpress/wp-content');
?>


Und anschließend eine temporäre Datei, um die Datenbank zu erzeugen:

CREATE DATABASE wordpress;
GRANT SELECT,INSERT,UPDATE,DELETE,CREATE,DROP,ALTER
ON wordpress.*
TO wordpress@localhost
IDENTIFIED BY 'kennwort';
FLUSH PRIVILEGES;


Die Datenbank wird dann mit diesem Befehl erzeugt:

cat wordpress.sql | sudo mysql --defaults-extra-file=/etc/mysql/debian.cnf

Nun ist Wordpress auf dem Server installiert und entsprechend zu erreichen.

Mit diesem Verfahren wird allerdings eine veraltete Version von Wordpress aus den Paketquellen von Ubuntu installiert. Für den produktiven Einsatz empfehle ich ein Update auf eine aktuelle Version. Im nächsten Blogbeitrag werde ich das kurz beschreiben.

Freitag, 22. April 2016

Neuer Heimserver ist im Betrieb

Server im Keller
Am Montag habe ich mir mal die
Zeit genommen und einen meiner
alten Rechner (mit Ubuntu 10.04) aussortiert und als neuen
Server für zuhause bestimmt.

Als System habe ich mich für
Ubuntu 14.04.4 Server entschieden,
und wollte damit die letzten Tage
bis zum 16.04 nicht mehr abwarten.
Aber ich denke, dass ich mit dieser
Version ein sehr zuverlässiges
Ubuntu habe, das auch noch lange
mit Sicherheitsupdates versorgt wird.

Als Software habe ich folgende Pakete installiert:

apt-get install joe mc htop screen libsasl2-modules postfix sasl2-bin fetchmail procmail dovecot-core dovecot-imapd ddclient ejabberd davical minidlna

Der Server übernimmt nun folgende Dienste:

eMail Server (Postfix, Dovecot, Fetchmail)
Jabber Server (ejabberd)
Kalenderserver (davical)
DLNA Server (minidlna)

Das Programm ddclient sorgt dafür, dass der Rechner auch von außerhalb erreichbar bleibt. Die Einstellungsdateien von Postfix konnte ich vom alten Ubuntu 12.04 uneingeschränkt übernehmen.

Freitag, 15. April 2016

WINE Windows Programme unter Linux

Auch unter Linux ist es möglich, Windows Programme zu starten. Hierfür benötigt man das Programm
"Wine", unter Ubuntu oder Debian
schnell mit folgenden Befehl installiert:

apt-get install wine

Anschließend kann man im Terminal zum Beispiel das Programm "winecfg" (siehe rechts) aufrufen. Hier kann
man die Fenstergröße, die Windows Version oder auch andere Einstellungen vornehmen.

Wenn man die richtigen DLL Dateien
nachträglich hinzufügt, ist es auch möglich
komplexere Spiele wie "Age of Empires" oder "World of Warcraft" zu spielen.
Nur sehr hardwarenahe Programme laufen nicht.

Das, was man unter Wine als
Laufwerk "C:" sieht ist in Wirklichkeit
nur ein Verzeichnis unterhalb des
home Verzeichnis des Benutzers.
So hat jeder Linux Nutzer unter Wine sein eigenes Laufwerk C auf dem er
Programme installieren kann, wie
er mag.

Wenn das Paket "Wine" installiert ist
kann man auch gewöhnliche Windows
Programme mit einem Doppelklick
öffnen.


Viele Infos, die aktuellste Version und eine Liste der Programme die lauffähig sind, finden sich auf der WineHQ Homepage.


Donnerstag, 7. April 2016

10 Jahre Ubuntu

Eigentlich habe ich überlegt einen normalen Post zu schreiben, mit einem technischen Thema. Aber so langsam passt auch dieses Thema:
10 Jahre Ubuntu.

So ziemlich genau 10 Jahre ist es her, dass ich eine Linux Zeitschrift mit Debian 4 CD-ROM gekauft habe. Und bei der Installation merkte, die CD ist Multiarch. Also nur das Nötigste von jeder Architektur.
Daher kam schnell Ubuntu 6.10 ins Blickfeld. Und das war der Einstieg. Alles was ich brauchte lief. Age of Empires, meine Digitalkamera und Ton auch. Und bei Ubuntu blieb ich bis 8.04, dann schwenkte ich zu Debian um, welches ich bis zu Ubuntu 14.04 nutze. Erst diese Version führte mich wieder auf den Ubuntu-Weg.
Schuldig war eigentlich ein Notebook, das ich gekauft habe. Das Toshiba wollte mit Debian nicht richtig laufen, die Grafik wurde nicht korrekt erkannt. Aber mit Ubuntu 14.04 lief alles out of the box. Also stellte ich alle Rechner auf Ubuntu 14.04 (neuere Modelle) oder 10.04 (ältere Modelle) um.
Und obwohl ich mit Debian schon sehr zufrieden war, muss ich sagen, dass Ubuntu sich als ein sehr zuverlässiges System herausgestellt hat.
Das nutze ich nun privat auf allen Rechnern und auch am Arbeitsplatz habe ich die Server darauf umgestellt.

Privat habe ich aktuell 2 Rechner mit 14.04.3 und diese laufen wirklich gut. Dazu noch 3 alte Rechner mit 10.04 und auch hier muss ich sagen, man kann damit noch sehr gut arbeiten.

In den letzten 10 Jahren Linux hat sich einiges verändert. Die Oberfläche wechselte von Gnome 2 über Gnome 3 auf Unity. Wobei ich mit allen wirklich gut zurecht gekommen bin. Und auch mit Gnome 2 (unter 10.04) arbeite ich wirklich gerne.
Als Dateisystem probierte ich Reiserfs, jfs, ext3, und bin bei ext4 geblieben. Wobei jedes System Vor- und Nachteile hatte.

Obwohl Ubuntu und auch Unity einiges an Kritik einstecken mussten, muss ich sagen, meine Bedenken waren sehr groß, als ich im Sommer letzten Jahres zu Ubuntu wechselte. Auch hatte ich meine Vorurteile gegenüber Unity. Trotzdem habe ich versucht möglichst ohne Vorurteile dem System eine Chance zu geben. Und ich muss sagen, ich komme wirklich sehr gut damit zurecht.

Ubuntu ist ein wirklich sehr gutes und einsetzbares System geworden.

Donnerstag, 31. März 2016

Datenbanksystem Firebird

Firebird als Datenbank unter Ubuntu

Auch, wenn die Mehrzahl der Datenbanken auf MySQL läuft, gibt es sicher auch einen Bedarf an Firebird, gerade weil die ein oder andere Warenwirtschaft  darauf aufsetzt.
Aus Performance-Sicht ist Firebird auf Linux
sehr zu empfehlen.

Bevor es zur Installation geht, ein kurzer Überblick über die verfügbaren Versionen:

Classic Server
Der Classicserver benutzt für jede eingehende Verbindung einen eigenen Prozess. Auf Multiprozessorsystemen kann er mehrere CPU Kerne nutzen und die Last verteilen. Jede Verbindung bekommt einen eigenen Cache.
Bringt bei wenigen Verbindungen die beste Leistung. Da aber viele Prozesse laufen, wird der Speicher entsprechend belastet.

SuperServer
Der Superserver benutzt nur einen Prozess und mehrere Threads für eingehende Verbindungen. Alle Verbindungen nutzen einen Cache. Mehrere CPU's werden nicht unterstützt. Auf Multiprozessorsystemen keinen Geschwindigkeitsvorteil. Bringt bei vielen Verbindungen die beste Leistung.

SuperClassic
SuperClassic benutzt für jede Verbindung einen Thread und einen Cache, ermöglicht aber die Nutzung von mehreren CPU Kernen. Kombiniert die Vorteile von Superserver und ClassicServer, aber erst ab Firebird 2.5 verfügbar.


Installation
Die Installation habe ich mittels aptitude durchgeführt:

aptitude install firebird2.5-superclassic

Anschließend werden von Ubuntu die benötigten Pakete aufgespielt. Um die Datenbank nutzen zu können, müssen noch der Benutzer und die Gruppe "firebird" angelegt, sowie das Hauptkennwort gesetzt werden. Das erledigt man mit dpkg-reconfigure:

dpkg-reconfigure firebird2.5-superclassic

Während der Paketmanager die Datenbank einstellt, wird man auch nach dem Kennwort für den Hauptbenutzer gefragt.

Die Einstellungsdateien befinden sich unter /etc/firebird/2.5

An der firebird.conf habe ich zunächst nichts verändert. In der aliases.conf habe ich einen Datenbankalias eingerichtet, sodass man die Datenbank nicht immer mit komplettem Pfad ansprechen muss. Wenn man nicht über einen Alias geht, muss man den kompletten Pfad aus Sicht des Servers mit angeben.

# ------------------------------
# List of known database aliases
# ------------------------------
#
# Example Database:
#
employee.fdb = /usr/share/doc/firebird2.5-common-doc/examples/empbuild/employee.fdb
employee = /usr/share/doc/firebird2.5-common-doc/examples/empbuild/employee.fdb
#
# Live Databases:
#
datenbank = /daten/datenbank.fdb


Hier habe ich der Datenbank /daten/datenbank.fdb den Alias Datenbank zugewiesen. Man muss natürlich darauf achten, dass man für die Datenbankdatei und die Verzeichnisse dahin, die richtigen Zugriffsrechte für den Benutzer firebird setzt.

Um einen Benutzer anzulegen, nehmen wir den Firebird Befehl gsec:

gsec -user sysdba -pass hauptpassword -add benutzername -pw benutzerkennwort

Hiermit legen wir den Benutzer "benutzername" mit dem Kennwort "benutzerkennwort" an, der Benutzer sysdba mit dem Hauptpassword wird während der Datenbankeinrichtung mittels dpkg-reconfigure eingerichtet.

Wenn man fertig ist, kann man die Datenbank neustarten mit:

/etc/init.d/firebird2.5-superclassic restart

Donnerstag, 24. März 2016

Bildgröße ändern mit Nautilus-Image-Converter



Ein besonders nettes Tool ist der "Nautilus-Image-Converter". Das Programm ist schnell installiert mit:

apt-get install nautilus-image-converter

Und kann anschließend per Rechtsklick auf ein Bild aufgerufen werden. Hier kann man nun einfach wählen, welche Größe das Bild haben soll, in Prozent oder in absoluter Pixelzahl. Und ob die Datei überschrieben oder neu erzeugt werden soll. Das Tool funktioniert auch auf mehreren Dateien auf einmal, sodass man sehr schnell eine große Menge an Bildern in der Auflösung ändern kann.

Das Programm arbeitet bei mir unter Ubuntu 10.04 und 14.04 sehr zuverlässig und ist mir neben Gimp eine große Hilfe, wenn es um die Bildbearbeitung geht.

Donnerstag, 17. März 2016

Einfaches Monitoring mit Glances


Hier ein kleines aber sehr interessantes Monitoring Programm: Glances

Eine ausgewachsene Monitoring Lösung war mir zu komplex, und ein bisschen mehr als "htop" sollte es schon sein. Diese Lücke füllt Glances. Man kann es als Daemon laufen lassen, oder natürlich unkompliziert per screen in den Hintergrund verbannen.

Auf einem Blick sieht man die CPU Auslastung, Datendurchsatz der Netzwerkschnittstelle, Datendurchsatz der Festplatten sowie Mountpoints samt Belegung.

Die Installation ist denkbar einfach:
apt-get install glances

Anschliessend direkt starten mit:
glances

Wenn man es als Dienst laufen lassen möchte, muss man die Datei
/etc/default/glances
bearbeiten.

Donnerstag, 10. März 2016

Logmanagement mit Graylog

Jeder Admin kennt das: von Server zu Server hangeln um die Logdateien zusammenzusetzen und den Zusammenhang zu verstehen. Oder wieviele Ereignisse von Typ X in welchem Zeitraum aufgetreten sind.

Aktuell gibt es 3 bekannte LogManagementsysteme: Splunk - closed source, sehr kostspielig; ELK - OpenSource Software, bestehend aus ElasticSearch, Logstash, Kibana und Graylog - OpenSource, mein Favorit, da hier wieder alles aus einem Guss kommt (mehr oder weniger).
Man kann jetzt den guten alten Weg gehen und sich einen (r)syslogserver aufsetzen und alle Logs dahin schicken lassen. Um diese dann zu analysieren oder auszuwerten muss man etwas grep/awk Akrobatik zeigen um da etwas gescheites heraus zu bekommen, vor allem dann, wenn man auch Firewall-Logs bekommt.

Genau hier setzt Graylog an. Man erstellt einen Input, welcher aus dem Port/TCP/UDP und aus der Art (Syslog, KAFKA, GELF, etc) besteht, fertig. Nun kann Graylog auf dem Port Daten empfangen, diese sollten idealerweise im RFC 5424 Format ankommen. Da man das Format nicht immer bestimmen kann (Bsp: Firewalls) oder Graylog das Format nicht gut umsetzen kann, kann man ankommende Nachrichten noch zerstückeln und Datenfelder zuordnen. Jedoch kann man pro Input nur eine Art von Syslog nutzen, deswegen sollte man auch mehrere Streams erstellen und sein Syslog anpassen. So sollte man mail und auth jeweils in einen anderen Input zukommen lassen um die Daten auch besser analysieren zu können. Graylog hat dafür eine gute einfache Query-Engine.

Mit Graylog kann man sich jetzt schön schnelle Statistiken anzeigen lassen, bspw möchte man sich die SSH Logins der letzen X Stunden anzeigen lassen oder wissen, welche IP von welcher IP am meisten "besucht" wird, etc. Desweiteren kann Graylog auch die Daten analysieren. Wenn Schwellenwerte erreicht werden, kann es eine Mail senden. Zum Beispiel, wenn eine bestimmte IP innerhalb von 2min 200mal versucht eine IP zu erreichen, wenn SSH-Logins eine Schwelle erreichen oder wenn ein bestimmter HTTP-Code zurückkommt, etc.

Das ist nur ein kurzer Einblick in Graylog, man kann sich auch eigene Dashboards bauen und diesen Usern/Gruppen zuweisen.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben und sofern Interesse besteht, werde ich zu Graylog noch weiterführendes schreiben.

Donnerstag, 3. März 2016

Unter Ubuntu ein Paket aktualisieren

Gerade auf dem Server, komme ich manchmal in die Verlegenheit nur ein einzelnes Paket aktualisieren zu wollen.
Z.B., wenn es genau in diesem eine Schwachstelle gibt, ich aber nicht alle Pakete auf den neusten Stand bringen möchte.

Da im Moment die Schwachstelle in der libc-bin ein Thema ist, habe ich diese für mein Beispiel herausgesucht.

Zunächst aktualisieren wir die Paketliste, damit wir sicher sind, das richtige Paket zu benutzen, anschließend wird genau dieses eine Paket aktualisiert:

apt-get update
apt-get install --only-upgrade libc-bin

Donnerstag, 25. Februar 2016

Root Anmeldung unter Ubuntu 14.04 (auch SSH)

Hier eine kurze Anleitung, wie man sich unter Ubuntu 14.04 als "root" anmelden kann.
Zunächst muss man das "root" Konto aktivieren, weil es unter Ubuntu 14.04 gesperrt ist. Dazu öffnet man das Terminal und wechselt mit sudo zu "root":

sudo su root

Da wir nun als "root" angemeldet sind, können wir unser eigenes Kennwort ändern und uns eines zuweisen.

passwd

Nun ist es möglich, sich auch als "root" anzumelden.

Oftmals ist es auch gewünscht, dass man sich per ssh als "root" anmelden kann. Diese Funktion ist sinnvollerweise auch gesperrt, aber in manchen Situationen möchte man sie doch nutzen.
Dazu muss man in der Datei:
/etc/ssh/sshd_config

Die Raute (#) vor folgender Zeile entfernen:

PermitRootLogin without-password

Damit die Änderung wirksam wird, muss man den SSH Dienst neu starten. Entgegen der Annahme, geht es nicht mehr mittels /etc/init.d/ssh restart. Man muss es über den "service" Befehl erledigen.

service ssh restart

Donnerstag, 18. Februar 2016

Laufwerksverwaltung und die Smartwerte


Ein sehr interessanter Punkt unter der Laufwerksverwaltung sind die Smart Werte. Sie zeigen an, wie vom Betriebssystem die Festplatte eingeschätzt wird. In diesem Fall ist es: "Das Laufwerk ist in Ordnung". Aber das Fenster verrät noch mehr.
Wie oft das Laufwerk eingeschaltet wurde oder wie lange es am Stück schon in Betrieb ist.
Diese Werte sind ganz interessant, wenn man einen PC oder Notebook (gebraucht) kauft. Denn meistens sind ja Alter der Festplatte, bzw. Betriebsstunden identisch mit dem Alter des Rechners.
Gerade beim Kauf von Ausstellungsstücken kann das sehr hilfreich sein.
Die Festplatte zeichnet noch mehr Werte auf. Wie oft sie eingeschaltet wurde, wie oft fehlerhafte Sektoren ersetzt werden mussten. Gerade, wenn dieser Wert über 0 ist, zeichnen sich große Probleme ab. Aber auch, wie oft der Lesekopf in die Parkposition gefahren ist. Dies ist ein großes Verschleißproblem.
Vergleicht dazu auch meinen Artikel im Wiki:
http://www.nitschke-marl.de/wiki/pmwiki.php?n=PmWiki.Festplatten-Bug